• Das große Baden-Württemberg Weinbuch: Vom Hobbywengerter zum großen Wengerter

Das große Baden-Württemberg Weinbuch: Vom Hobbywengerter zum großen Wengerter

Oktober  2017 / 26 Kommentare deaktiviert

” (…) Trotz der einstigen Mini-Größenordnung macht sich Schwegler bald einen Namen als Weingärtner. Besonderen Anteil daran hatte sein länger gereifter “Granat”, der heute Kultweinstatus hat (Hauptsorten Zweigelt, Cabernet franc). Der Wein liegt zu 100 Prozent in neuem Holz. Ein Überdrüber kann manchmal die mächtige rote Cuvée “Solitär” sein, die nur in den besten Jahrgängen gefüllt wird. Der Zweitwein heißt “Saphir”, ist ebenfalls von exzellenter Qualität und wird je nach Jahrgang zu 60 bis 100 Prozent in neuem Holz ausgebaut. Gezieltes Wachstum in den letzten Jahren trug zu einer Erweiterung des Weinangebotes bei. Zum Einsteiger-Roten “Beryll” hat sich als achtbarer Basiswein noch “d`r Oifache” gesellt, der keinesfalls von einfacher Qualität ist und in gebrauchten Barriques vinifiziert wurde. Und dann gibt es noch die weiße Cuvée (Chardonnay, Riesling, Grauburgunder) “Rock’n’Roll”, die ebenfalls in Barriques heranreifen durfte. Aber das Holz ist auch beim Weißwein gut verpackt.

Für die Weine zeichnet schon seit einigen Jahren nicht mehr Albrecht Schwegler verantwortlich. 2006 begann Sohn Aaron  (Jahrgang 1988) seine Winzerausbildung mit einigen bemerkenswerten, prägenden Stationen wie Bernhard Ellwanger (Weinstadt-Großheppach), Dr. Heger (wo er in Ihringen am Kaiserstuhl auch gut zwei Jahre fest angestellt war), dem legendären Schweizer Daniel Gantenbein, Au Bon Climat in Kalifornien und Seifried in Neuseeland. 2011 kam er zurück nach Hause, machte noch die Technikerausbildung in Weinsberg und führt heute sehr zur Freude von Vater Albrecht und Mutter Andrea das für die Zukunft gerüstete Weingut auf hohem Niveau weiter wie ein Dirigent sein Orchester. Vater Albrecht lauscht andächtig…”